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KEIN gerechtes Unentschieden

SVW – ASV Au 2:2 (2:0)

Die Chancen des SVW auch in der 2. Hälfte hätten eigentlich für mehrere Siege gereicht. Doch es hatte nicht sollen sein. Immer kam etwas dazwischen, ein Bein, ein Kopf und meist der hervorragende Auer Torwart Andreas Kasprzyk. Und vorzuwerfen hat sich unsere Mannschaft so gut wie nichts. Doch dazu später.

Denn der Beginn der Partie gelang optimal. Schon in der 3. Minute konnte der wieder mal zurückgekehrte Laurent Becherer zum 1:0 einschießen, nach sehr guter Vorarbeit u.a. von Marinus Jackl, der wieder überall zu finden war.

Experten am Rand unkten jetzt schon, dass das Tor wohl zu früh gefallen sei. Doch in dem weiter sehr schnellen und offenen Spiel mit leichten Vorteilen für den SVW gelang unseren Jungs nach vielen Minuten sehr interessantem Fußball in der 37. das 2:0, wieder durch Laurent, der zumindest in der 1. Hälfte der herausragende Spieler und vor allem Antreiber war. Ausgegangen war das Ganze wieder mal von Rini, der schon in der 2. Minute eine Chance für Laurent durch eine Flanke von links eingeleitet hatte, die er aber nicht verwerten konnte, da er den Ball mit dem Kopf nicht richtig erwischte.

Schon in der 4. Minute meldeten sich die Auer das erste Mal vor unserem Tor zu Ball. Ihr Torjäger Franz-Xaver Pelz, Nr. 17, köpfte nach langer Flanke von rechts den Ball links an unser Außennetz.

In der 11. schießt Fabian Martinus dem Torwart ohne Not direkt in die Arme, nachdem er mit einer Flanke von rechts von Luca Leupolz gut bedient worden war, der wiederum in der 13. nach Vorlage Becherer eine eigene Chance nicht richtig nutzen kann und – auch dank toller Abwehr des Auer Torwarts – an den Außenpfosten schießt. In der 19. noch einmal Luca, der nach einem langen Pass den Ball links neben das Tor setzt. Und gleich darauf Rini, der nach einer Ecke dem Auer Torwart den Ball schön flach, aber leider in die Arme schießt.

In der 23. – nach schnellem Angriff der Auer – zeigt Simon Rott seine „Neuer-Qualitäten“, indem er ein ganzes Stück vor seinem Strafraum eine Top-Chance der Auer durch einen gelungenen Kopfball entschärft. Rott, der sich heute nichts vorzuwerfen hatte. Das gilt auch für die neu zusammengestellte Abwehr, in der Torsten Voß diesmal als Innenverteidiger auflief und der oben schon erwähnten Nr. 17 das Leben sehr schwer machte. Neben ihm der bewährte Michael Jackl, links vervollständigte die Reihe unser Neuer, Cedric Drath, der sich keine Blöße gab, und auf der rechten Seite lief mal wieder Max Kleeberger auf, der einen richtig guten Tag erwischt hatte. Die Abwehrformation hätte eine Zukunft verdient.

Aber weiter mit den Chancen. Noch in der 23. Minute es gibt wieder eine tolle Becherer-Vorlage, die Luca nicht nutzen kann und in der 25. kann der beste Auer, der Torwart, nach einem Solo von Becherer dessen Schuss zur Ecke abwehren.

Und in der 31. ist Becherer wieder derjenige, der den Ball nicht im Tor unterbringt, nachdem Fabi einen zentralen Freistoß gefühlvoll in die linke Strafraumhälfte chipt. Das 2:0 war nur eine konsequente Folge der SVW-Chancen (siehe oben). Und bis zur Halbzeit passierte -außer, dass das Spiel schnell blieb – nichts Wesentliches mehr.

Und jetzt der einzige, aber entscheidende Kritikpunkt: Es gab Zeiten, da war unsere Mannschaft in der 2. Hälfte erst richtig wach und aggressiv, doch auch in diesem Spiel passierte Ähnliches (wenn auch nicht so ausgeprägt) wie gegen Pang: Man stellte sich defensiver auf, vor allem das Mittelfeld wich zurück. Das mag zwar dem kräftezehrenden Spiel der 1. Halbzeit geschuldet gewesen sein, außerdem führte man ja 2:0, doch diese Art Spiel liegt unserer Mannschaft nicht. Diese paar Meter, die man – auch dem steigenden Druck der Auer geschuldet – zu weit hinten stand, ließ das Spiel kippen und führte in den ersten 30 Minuten der 2.Hälfte zu einem Auer Übergewicht, das sich in der 53. Minute durch den 2:1 Gegentreffer durch Sebastian Grad (20) manifestierte. Danach meinte man, dass sich der SVW wieder gefangen hatte, z.B. durch eine Chance von Rini mit einigen Anschlusschancen, die häufig vom Auer Torwart zunichte gemacht wurden. Letztendlich aber behielten die Auer die Oberhand und konnten in der 69. Minute durch Christoph Bott (5) ausgleichen. Erst jetzt übernahmen unsere Jungs wieder die Initiative und kamen zu weiteren Chancen, wie in der 76. Mal wieder durch Rini oder in der 89., als wieder der Auer Torwart im Weg steht. Aber das wurde wohl schon häufiger erwähnt.

Fazit: Ein Sieg wäre mehr als verdient gewesen, denn die Mannschaft zeigte sich jetzt wieder sortierter, schneller und mit gelungenen Spielzügen. Das Zuschauen hat Spaß gemacht, was die SVW-Seite angeht.

Dass die Auer laut Fairnesstabelle zu Recht auf dem letzten Platz stehen, haben sie wieder mal eindrucksvoll bewiesen (Quote 4,82) und somit 3mal so viele Punkte ergattert haben wie der SVW (1,66), sollte für unsere Jungs ein Ansporn sein, weiter so fair und technisch sauber zu spielen. Sie haben es einfach nicht nötig, so zu foulen wie andere Mannschaften, die außer hohen, weiten Bällen nicht mehr an Spielqualität zu bieten haben. Allerdings spiegelt sich das in der Anzahl der gelben Karten (4) in diesem Spiel nicht wider. Zwei zum Schluss hätten glatt Rot sein müssen, die einzigen echten Fehlentscheidungen des Schiedsrichters, der vordergründig das Spiel ansonsten gut geleitet hat. Schaut man genauer hin, ist seine „großzügige“ Linie hier aber die falsche Entscheidung gewesen und hat die Auer nur ermutigt, immer härter und zunehmend unfairer zu attackieren. Damit hat er sich nicht als qualitativ wertvoller Schiedsrichter gezeigt. Hoffentlich hat sich niemand von den Unsrigen dauerhaft verletzt.

Aufstellung

Simon Rott, Maximilian Kleeberger, Torsten Voß, Alexander Schober (82. Dominik Georg), Michael Jackl, Cedric Drath, Dominik Schlosser, Luca Leupolz (77. Daniel Rohner), Laurentius Becherer, Fabian Martinus (81. Torben Gartzen), Marinus Jackl

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