Drucken

Mit Glück das Unentschieden gerettet

SV Pang – SVW 4:4 (1:3)

Zur Halbzeit hätte man noch gesagt: Das bringen wir locker durch. Ist nur eine Frage der Höhe. Doch beim genauen Hinsehen hätte einen der 3:1 Anschlusstreffer der Panger schon etwas zu denken geben können. Denn so einfach, wie die bis dahin als Einzelspieler und als Mannschaft komplett unterlegenen Panger zum Gegentreffer von rechts anlaufend, stürmten, zeigte einiges. Zu hoch stand die Abwehr und das, obwohl jeder weiß, dass zumindest ein Teil nicht zu den Schnellsten gehört. Muss man ja auch nicht, wenn man richtig steht.

Nach dem Abpfiff konnte man froh sein, dass man mit einem Unentschieden davongekommen war, so fast entspannt präsentierten sich große Teile der Mannschaft nach der Pause und ließen die Panger ins Spiel kommen und jetzt setzten sie sich vor allem auf unserer linken Verteidigerseite immer wieder erfolgreich durch. Und das nicht nur beim Elfmeter in der 51.

Aber von vorn:

Nach einem Abtasten in den ersten 10 Minuten, was fast ausschließlich in der Panger Hälfte stattfand, zeigten nach einer Chance nach Einwurf Danzer der SVW mit dem 1:0, diesmal nach Ecke durch Fabian Martinus, wer hier das Sagen hat. Pippo Stachler fliegt am 2. Pfosten stehend quasi auf Grasnabenhöhe in den Ball und köpft ihn zum 1:0. Nach der drückenden Anfangsüberlegenheit nur konsequent. Und nur gut eine Minute später erhöht Fabian Martinus durch einen sehenswerten Sololauf nach Vorbereitung Marinus Jackl zwischen Torwart und Innenpfosten vorbei zum 2:0. Alles gut, alles mehr als berechtigt. Die Panger fanden nur in der eigenen Hälfte statt, waren als Einzelspieler und als Mannschaft in so gut wie allen Belangen unterlegen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause des SVW ging es genauso weiter. Nach Eckball Fabi, diesmal von rechts, auf Torsten Voß zurückgelegt, der souverän in die Mitte flankt, wo ein guter Kopfball links daneben geht. Dominik Schlosser steckt in der 23. Minute einen schönen Pass für Torben Gartzen in der Mitte durch, den Torben aber von halblinks auf den Panger Torwart lenkt. Thomas Dietl, der einen bedeutenden Anteil am Unentschieden seiner Mannschaft hat, so viele Chancen wie er von unserer Mannschaft zunichte gemacht hatte. Wie auch erst einmal in der 29. Minute, als Torsten nach guter Vorarbeit von Fabi einen satten Schuss auf den Panger Torwart loslässt, den dieser noch abwehren kann. Im folgenden Durcheinander gelingt es Rini (oder Luca, wie es der Schiri schreibt?? Sie werden’s schon wissen, wer geschossen hat!) aber aus der Halbdistanz zum 3:0 einzuschießen. Jetzt hätte eigentlich alles gegessen sein können, doch nur eine Minute später verkürzt Pang durch Andreas Kogler auf 1:3 (siehe oben).

Jetzt passen unsere Jungs wieder besser auf, doch haben sie die Panger leicht ins Spiel gebracht, was sich aber höchstens an den weniger werdenden Chancen des SVW ablesen lässt. Bis zur Pause haben wir in der 33. einen Schuss von Luca Leupolz über das Tor, ein wohl Abseitstor von Torben per Kopf nach Freistoß Fabi, und noch einmal Torben auf Luca, der wieder am Panger Keeper scheitert.

Und dann kommen dieselben Spieler, die in der 1. Hälfte abgeklärt, souverän und überlegen gespielt haben, wieder zurück. Es gilt nicht für alle (s.u.), aber der Mannschaftseindruck ist ein vollkommen anderer, ein müder, zu ruhiger. Und das spüren die Panger sofort. Sie haben zwar kaum zwingende Chancen (Ausnahme: zu hoher Kopfball der Nr. 17 über das SVW-Tor nach Freistoß), aber sie drücken und kommen immer wieder in Tornähe. Und in der 51. können sie ungestraft bis an den Strafraum „tänzeln“ und lassen die Gelegenheit clever nicht aus, einen Elfer zu holen, wohl einen berechtigten.

Dass der dann im Nachschuss von Thomas Mooslechner verwandelt wird, zeigt zweierlei: die Panger Unsicherheit und die Trägheit der SVW-Spieler in dieser Situation.

Das Torsten, der inzwischen offensiver agiert, einen Elfer auf rechts herausholt, ist nur konsequent, rackert er doch auch in der 2. Hälfte vorbildlich. Den folgenden Elfer versenkt Schlosser, der auch gerannt ist und das Spiel positiv angetrieben hat, dann inzwischen gewohnt souverän. Das sollte es eigentlich gewesen sein. 4:2, das muss man über die Runden bringen. Muss man nicht, wie der weitere Verlauf zeigt! Die gar nicht schlechten Chancen des SVW lassen wir mal aus. Dafür versenkt wieder Mooslechner in der 65. einen Superschuss aus 25 Metern, ohne dass ihn ein SVWler hindert. Und trotz wieder erwachen unserer Jungs kassieren sie in der 84. das 4:4 durch Andreas Hofer, weil die Panger ungestraft durch die komplette Abwehr des SVW laufen dürfen. Durchs Mittelfeld übrigens auch. Das war’s.

Aufstellung

Simon Rott, Maximilian Danzer, Torsten Voß, Phillip Stachler, Michael Jackl, Alexander Schober (87. Florian Wieland), Dominik Schlosser, Luca Leupolz (74. Maximilian Kollmer), Fabian Martinus (Daniel Rohner), Torben Gartzen (80. Dominik Georg), Marinus Jackl

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok