Drucken

Ein 2:0-Arbeitssieg

Schwache Vogtareuther mauern sich ein

Was soll man da machen, wenn man als Tabellenführer nach Vogtareuth kommt und – bis auf wenige Ausnahmen – eine Mannschaft vorfindet, die hinten gut steht, sonst aber nichts macht. Doch – sie lauert auf Konter, die sie dann aber so gut wie nicht spielt und wenn, dann nicht zu Ende spielen kann.

Gegen solche Mannschaften zu spielen ist sehr schwierig. Da muss sehr schnell gespielt werden – oder auch bedächtig, um auf Chancen zu lauern. Unsere Jungs entschieden sich für die zweite Variante. Durchaus klug, auch angesichts des sehr schweren Bodens (Der Ball wollte häufig gar nicht richtig hupfen!), allerdings für die Zuschauer nicht so attraktiv wie etliche vorausgegangene Spiele. Aber was soll’s: Gewonnen ist gewonnen – und das weitgehend unbedrängt. Erst nach dem 2:0 durch Fabian Martinus (72.) gaben die Vogtareuther ihre Zurückhaltung auf und spielten offensiv – soweit sie das halt konnten. Viel war es nicht. Das war der eigenen Unfähigkeit genauso geschuldet wie unserer gutstehenden Abwehr samt Mittelfeld. Und der Sturm arbeitete auch meist sauber nach hinten.

So war das Spiel besonders in der 1.Hälfte sehr einseitig. Es begann zwar mit einer Halbchance der Vogtareuther mit einer Flanke von links und einem Schüsschen rechts ans Außennetz (3.). Das war es dann mit dem „Angriffsfußball“ der Hausherren. Erst in der 2. Hälfte konnte die Nr. 4 die Abwehr überwinden, aber nicht Simon Rott, der zwar nicht viel zu tun hatte, aber auf dem Punkt wieder da war bzw. sein rechter Fuß. Das war in der 65. Minute. Und dann waren sie nochmal in der79. vor unserem Tor. Das war es dann endgültig.

Aber auch unsere Chancen hielten sich in Grenzen – anders als gegen Kolbermoor. Torben war in der 19. und 26. gefährlich da, Luca Leupolz in der 23. und ein bisschen in der 31. Und wieder mal Torben nutzt eine unübersichtliche Situation, in der die Vogtareuther den Ball nicht wegbekommen, aus und schießt aus 16m gezielt ins rechte Toreck zum 1:0. Da konnte der Keeper nichts mehr machen. Das war ein sehr wichtiger Treffer so kurz vor der Halbzeit. Aber das muss man Fußballinteressierten ja nicht sagen.

Und in der 2. Hälfte ging das Spiel genauso weiter. Vogtareuth hinten und der SVW mit vorsichtiger Annäherung, dass wieder einige – nicht immer zwingende – Chancen herauskamen, z.B. Fabian Martinus (57.), Torben (62.), beide in Kombination (67.), bis Fabi dann mit einem satten Schuss aus halbrechter Position auf die linke Torseite den 2:0-Endstand setzt. Die Vogtareuther Abwehr war zu diesem Zeitpunkt auf Abstand gegangen.

Wie schon oben angesprochen – danach machte Vogtareuth endlich auf, spielte offensiver, ohne allerdings gefährlicher zu werden. Jeder unserer Jungs war den Vogtareuthern spielerisch überlegen. Etwas, woran man immer denken sollte: Unsere Mannschaft kann Probleme meist spielerisch lösen – im doppelten Sinn -, körperlich dagegen halten ist zwar ein Muss, aber man darf sich nicht auf die zu körperbetonte Spielweise, z.B. gegen Vogtareuth vor dem 2:0, zu stark einlassen. Da verliert man die eigene Linie. Mir san mir könnte man da sagen; doch bei uns läuft es besser. Nachdem alle Verfolger für uns gespielt haben, liegen wir mit 9 (!) Punkten vor dem Zweiten (Prien) und dann drängen sich die anderen Verfolger. Es gibt keinen Grund, sich auch nur eine Minute an die Spielweise des Gegners anzupassen. Und das kann man nächsten Freitag gegen Söllhuben (19.00 Uhr) daheim an der Römerstr. demonstrieren.

Aufstellung

Simon Rott, Sebastian Niesner, Michael Jackl, Torsten Voß, Andreas Schneeweiß, Alexander Schober, Dominik Schlosser, Luca Leupolz 87. Dominik Georg), Torben Gartzen (76. Maximilian Kollmer), Marinus Jackl, Fabian Martinus (80. Michael Krauß)

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok