Drucken

Irgendwann war es ja mal fällig – aber doch nicht gegen Großholzhausen

ASV Großholzhausen – SVW 4:2 (1:2)

In der 23. Minute tritt Fabian Martinus eine seiner inzwischen ziemlich gefährlichen Ecken. Alexander Schober köpft ans rechte Kreuzeck. Davor – auch nach einer Fabi-Ecke – steht es schon 1:0 in der 5. Minute nach einem genauen Kopfball von Michael Krauß. Und damit machen wir das Trible voll: In der 24. Minute tritt Fabi diesmal flach in den Rückraum seine Ecke, wo Michael Jackl wartet, der mit einem präzisen Schuss aus 16m rechts unten ins Toreck auf 2:0 für den SVW erhöht. Bevor wir uns tiefer auf das Spiel einlassen, hier noch die nächsten gefährlichen Chancen: Baba schießt nach einem langen Zuspiel von halbrechts (75.) und nach einem Einwurf wagt Marinus Jackl einen Weitschuss aus zentraler Position (77.). Beide Schüsse waren harmlos. Das war’s dann an ernstzunehmender Gefahr bringenden Aktionen unserer Jungs. Das war definitiv nicht ihr Tag.

Großholzhausen dagegen hatte schon in der 3. Minute durch die Nr. 10 eine Chance, dann – nach einer Ecke von links – geht ein zentraler Schuss knapp übers Tor (27.) von Simon Rott, der dieses Mal im Mittelpunkt des SVW stand. Und allein dieser Satz verheißt nichts Gutes. Auch wenn Rott wieder mal bewiesen hat, dass er ein sehr guter Torhüter ist. Alles kann man auch nicht retten. Obwohl er einen weiteren gefährlichen Angriff (29.) nach einer Ecke von rechts und einem Schuss gegen den Pfosten wieder klärt. Das wiederholt er in der 41. Minute nach einem Freistoß der Großholzhausener noch einmal. Und dann hat er auch das Glück es Tüchtigen, als ein Großholzhausener Schuss am linken Pfosten abprallt. In der 45. Minute ist er dann machtlos: ein Pfostenschuss landet bei Großholzhausen und wird von Johannes Gasteiger im Tor versenkt.

Gleich nach der Pause machen die Großholzhausener unbeeindruckt weiter -sie spüren auch keine richtige Gegenwehr – und erzielen nach einer nicht ganz sauberen Abwehr von Rott im Nachschuss den 2:2-Ausgleich durch Kazim Gökze (47.). Schon 3 Minuten später muss Rott wieder all sein Können aufbieten, um sein Tor sauber zu halten. Und nur sieben Minuten später hält Rott einen Freistoß von links souverän. Das war es von Großholzhausener Seite noch nicht ganz. In der 66. Minute schossen sie ihren Führungstreffer zum 3:2 (Maxi Schober) und dann noch das 4:2 (Marinus Grill) in der 72.

Was muss noch erwähnt werden:
Dominik Schlosser bekommt die gelb-rote Karte (63.) nach einem nicht gelbwürdigen Foul. Das war wohl eine Konzessionsentscheidung des Schiedsrichters, nachdem beim ersten Foul viele (Spieler und Zuschauer) die rote Karte gefordert hatten, was falsch war (siehe Video).
Und der Linienrichter auf der Coaching-Seite war mit zunehmender Fortdauer des Spiels sichtlich überfordert.

Doch ganz klar: Spielentscheidend waren beide Situationen nicht. Denn nach dem nur aus Standardsituationen resultierendem 2:0 hätte man das Spiel heimbringen müssen. Zwar erhöhten die Großholzhausener den Druck, spielten geschickt und schnell, doch so etwas sind wir eigentlich gewöhnt. Doch diesmal haperte es an allen Stellen: Der Sturm war zu unbeweglich bzw. zu hektisch, auch mit Stellungsfehlern, das Mittelfeld entweder zu offensiv (selten) oder zu defensiv (häufig) und die Abwehr geriet zunehmend unter Druck, da von weiter vorne zu wenig Entlastung kam. Schon nach dem 1:0 konnte man sehen, wie unsere Mannschaft zurückwich. Mit dem 2:0 hörte das Angriffsspiel weitgehend auf und den Großholzhausenern wurden die Chancen auf dem Präsentierteller serviert. Ganz unverständlich, dass nach der Pause kein Ruck durch die Mannschaft ging, sondern man dem Ansturm der Gastgeber immer noch nichts entgegenzusetzen hatte. Dass mit dem Ausscheiden von Schlosser dann deutlich ein sehr wichtiger Mann fehlte, war zwar offensichtlich, aber nicht nur spielentscheidend, höchstens fehlten jetzt Variationen und Kraft, um noch mal richtig dagegen zu halten.

Haken wir es ab und machen es nächsten Freitag (25.10., 19.30 Uhr) gegen Kolbermoor besser.

Aufstellung

Simon Rott, Sebastian Niesner, Michael Jackl, Torsten Voß, Andres Schneeweiß (71. Maximilian Kollmer), Alexander Schober, Dominik Schlosser, Luca Leupolz, Michael Krauß, Fabian Martinus, Marinus Jackl

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok