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Sehr einseitiges Spiel – bis auf die letzte Viertelstunde

SVW – SV Vogtareuth) 5:2 (1:0)

Machen wir es kurz: Schließlich kommt das nächste (Auswärts-)Spiel gegen Aibling schon am Freitag.

Mit dem Spielverlauf steigerten sich auch die Chancen des SVW: Los ging’s schon in der 2.Minute mit einem Schuss von Luca Leupolz direkt auf den Vogtareuther Torwart und einem Schuss von Torben Gartzen (9.), nach Zuspiel von Dominik Schlosser, auch auf den Torwart. Die Vogtareuther tauchten ernsthaft vor dem Tor von Simon Rott erst in der 12. Minute auf. Drei Minuten später gab es dann doch einen kleinen Aufreger, als Vogtareuth nach einem Freistoß von halblinks nur den Pfosten traf. Hier hätte man die Mauer vielleicht etwas breiter aufstellen sollen. Aber das war’s dann schon auf Vogtareuther Seite. Der SVW stürmte, stand sehr hoch und zeigte in jeder Minute, wer Herr im Haus ist. Echte Chancen waren angesichts der Vogtareuther Mauer aber seltener in dieser Halbzeit. So Leupolz, der zentral auf Fabian Martinus nach rechts gibt, der aber dann den Ball links am Tor vorbeizieht (22.). Gartzen schafft es in der 34. aus ca. 8m zentral abzuziehen und daneben zu schießen. Schon eine Minute später – nach ordentlichem Durcheinander in der Vogtareuther Abwehr – schießt Schlosser aus 18m sehr gezielt auf die rechte Torseite. Der Vogtareuther Keeper muss sich heftig strecken, kann den Ball aber abwehren. Jetzt konnten die SVW-Fans doch etwas nervös werden. Man nähert sich der Halbzeit, ist das absolut dominierende Team und bekommt kein Tor gebacken. Doch das ändert sich nach einer leider verletzungsbedingten Auswechslung vom gut aufgelegten Max Willi Danzer (Gute Besserung!). Für unseren Linksverteidiger bringt der Trainer Stephan Mayr tatsächlich unseren Stürmer Michael Baba Krauß. Eine mutige, eine offensive und eine vollkommen richtige Entscheidung. Die Abwehr wird umgebaut und Baba bedankt sich kurz danach (42.) mit dem Treffer zum 1:0 nach fantastischer Vorarbeit von Alexander Schober auf Martinus, der von links Baba den Ball „idiotensicher“ auflegt.

Die 2. Hälfte war abwechslungsreicher, 1., weil mehr Tore fielen und 2., weil Vogtareuth sich in der letzten Viertelstunde noch mal ein bisschen aufbäumte und 2 – aus SVW-Sicht – überflüssige Tore erzielte. So liegen Glück und Leid für Fabian Martinus eng beieinander. In der 50. schießt er eine präzise Ecke von rechts auf den 2.Pfosten, wo Gartzen unbedrängt zum 2:0 einköpfen kann. Und 9 Minuten später verschießt er – wieder mal –einen berechtigten Handelfmeter. Da sollte wohl der Elfmeterschütze wechseln. In der 66. kann Torben nach einer weiten und genauen Flanke von Torsten Voß zum 3:0 einschießen. Und jetzt begann das, was SVW-Fans durchaus fürchten. Unsere Jungs nahmen Dampf raus – und hier stimmt dann nach wie vor etwas nicht: Nur ein bisschen zurückfahren fällt ihnen schwer. Und deshalb konnten die Vogtareuther besser ins Spiel kommen und zum 3:1 Anschlusstreffer herankommen, als Stefan Beier weitgehend frei von halbrechts aufs Tor zustürmte und nach links einschoss. Da hatte unser zwar sonst nicht sehr beschäftigte, aber insgesamt sichere Simon Rott keine Chance. Doch schon 3 Minuten später kam die Antwort. Leupolz erhöhte zum 4:1. Dann noch ein Foul im Strafraum – so was passiert – und es stand nach einem sicheren Schuss von Michael Altmann „nur noch“ 4:2. Doch den erfolgreichen Schlusspunkt setzten wieder unsere Jungs: Martinus legt Baba auf:5:2 Endstand mit dem Schlusspfiff.

Was haben wir gesehen. Ein Gegner, der schnell vor Ehrfurcht zwar nicht erstarrt, aber aus einer 9-Mann-Defensive versucht, ab und zu zu kontern, und einen SVW, der vor Energie und Spiellaune nur so sprüht, flexibel reagiert, Positionen wechselt, dass man immer mal wieder nachzählt, ob noch alle da sind. Aber ja, jede Position ist besetzt, und zwar vollwertig. Dass dann nicht alles gelingt, liegt wohl an dem Spiel, das Fußball heißt, und genau deshalb so attraktiv ist und unsere Mannschaft macht im Moment viel, um es noch attraktiver erscheinen zu lassen. Und das sollte am Freitag (4.10.19) in Bad Aibling so weitergehen, wenn man den Gegner, der mit 8 Punkten und einem negativen Torverhältnis nicht gut in die Saison gestartet ist, nicht unterschätzt.

Aufstellung

Simon Rott, Sebastian Niesner, Michael Jackl, Torsten Voß, Maximilian Danzer (39. Michael Krauß), Alexander Schober, Dominik Schlosser (52. Dominik Georg), Luca Leupolz,Marinus Jackl, Fabian Martinus (77. Laurentius Becherer)

 

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