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2:0 gegen den Bezirksligaabsteiger ASV Au

Nachdem die Hausherren offensiv begonnen hatten, zeigte der SVW gleich in der 6. Minute, wer Herr im Haus – auch auf fremden Gelände – sein sollte: Torben Gartzen stürmt von links – was er heute sehr oft machen wird – Richtung Auer Tor, gibt in die Mitte, wo Fabian Martinus, der wieder zu seiner alten Form zurückfindet, auf das rechte Toreck zielt. Aber der Auer Torwart hält.

Doch noch in der ersten Viertelstunde ist es soweit: Diesmal schießt Fabian einen Freistoß von der rechten Seite sehr präzise vom Torwart wegdrehend in den 16er, wo Torben am höchsten springt und gezielt neben dem rechten Torpfosten einköpft. Keine Chance für den Auer Torwart.

Doch das heißt nicht, dass die Auer nicht zu sehen gewesen wären. Nein, schon in der 9. schließt Au nach einem gelungenen Spielaufbau von halblinks im 16er auf Simon Rott, der aber souverän reagiert. Und schon in der 17. muss er wieder ran, wieder erfolgreich nach einer Auer Ecke von rechts über den 2. Pfosten hinweg mit einem Kopfball, den Rott gerade noch über die Latte ablenken kann.

Noch in der gleichen Minute ein SVW-Angriff über Torben, der nach rechts auf Andreas Schneeweiß weitergibt. Schneeweiß schießt direkt aufs Tor, den der Torwart aber hält. In der Mitte in aussichtsreicher Position hatte Marinus Jackl auf eine Flanke gewartet. Aber dass man nicht alles sehen kann, ist normal und Andi ist mit einer dermaßenen Geschwindigkeit unterwegs, dass man nicht alles mitkriegen kann. Und er hat sich jetzt schon bei uns etabliert, ist wichtig, reißt Löcher beim Gegner und tut viel für den Spielaufbau.

Schon kurz darauf (20.) gibt es nach einem SVW-Einwurf auf der rechten Seite ein unentschlossenes Gewusel, dass mit einer gelungenen Flanke in den Auer Strafraum endet, wo wieder Torben Gartzen richtig steht und den Ball nur leicht über das Tor köpft. Irgendwie hat man das Gefühl, dass sich kein Auer so richtig für Torben zuständig fühlte. Ihm sollte es recht sein! In der 22. dann noch ein Auer Angriff von links mit einer weiten Flanke über den 2. Pfosten hinaus, wo weder ein SVWler noch ein Auer stand. Dieser Angriff und dieser „Abschluss“ waren symptomatisch für das Auer Spiel. Hinten hielten sie den Laden weitgehend dicht, auch angesichts ihrer sehr körperbetonten bis unfairen Art zu spielen (nicht umsonst sind sie jetzt schon letzter in der Fairnesstabelle), nach vorne kamen sie zwar häufig schnell, aber dann fiel ihnen nichts mehr ein. Das lag u.a. vielleicht auch daran, dass einer ihrer wichtigsten Spieler, Franz-Xaver Pelz (17), weitgehend aus dem Spiel genommen wurde, wieder von unserem einen 6er, Torsten Voß, der sich zu einer Art Sonderbewacher entwickelt, denkt man auch an das Spiel gegen Pang. Und Alexander Schober konnte dadurch wieder freier nach vorne agieren.

In diesem Zusammenhang sollte man auch erwähnen, dass unsere Mannschaft diesmal wieder mit einer Viererkette spielte, bei der Max Kleeberger hinten rechts seinen Platz fand, Schneeweiß nach vorne ging, da Luca Leupolz und Dominik Schlosser fehlten. Auch Baba Krauß war noch im Urlaub. Diese drei fehlten zwar, aber Stefan Mayr ist in der Lage, bei dem weitgehend intakten Kader, diese Lücken zu füllen. Apropos intakt: In der 42. wurde Marinus Jackl übel gefoult und musste verletzt vom Platz. Man kann schon so weit vorgreifen, weil in der Viertelstunde seit der letzten Chance zwar ansprechend und auch schnell Fußball gespielt wurde, vor allem von SVW-Seite aus, aber echte Chancen ergaben sich nicht.

Zu erwähnen ist auch Michael Jackl, der hinten gerade dann für Ordnung sorgte, wenn Kapitän Sebastian Niesner nach vorne stürmte und die Abwehr der Auer verwirrte. Diese schnellen und unerwarteten Angriffe durch die Mitte brachten eigentlich immer Unruhe in die gegnerische Mannschaft. Nicht zu vergessen Max Willi Danzer, der auf der rechten Seite auch eine tadellose Partie lieferte.

Die 2.Hälfte begann mit stärkerem Druck der Auer, was aber bis auf einen Kopfball von Pelz auch keine richtige Gefahr brachte. Auf der anderen Seite wurde aber ein für den SVW gegebener Elfmeter nach einem Einwand des Linienrichters zurückgezogen. An dieser Stelle könnte man ein sehr frühes und vorsichtiges Urteil anbringen: Der Einsatz von Linienrichtern in der Kreisliga bringt insgesamt mehr Ruhe und mehr Sicherheit für den Schiedsrichter und damit auch für das Spiel. Mögliche Fehlentscheidungen wird es trotzdem geben, auch beim Abseits. Hier regen sich ja gerne besonders die Spieler und Zuschauer auf, die weit weit weg vom Geschehen ein Urteil fällen!

In der 55. ist mal wieder Torben dran, der einen weit geschlagenen Pass aufnimmt, auf der linken Seite weitgehend allein Richtung Tor rennt, dann aber aus 35m präzise, aber nicht scharf genug abzieht, sodass Torwart Sebastian Leppert keine Probleme mit dem Fangen hat.

Dann kommt die Minute von Max Wiggerl Kollmer, der in der 2. Hälfte für Marinus Jackl kam: Nach einem schnellen und genauen Zuspiel auf die linke Seite rennt Kollmer noch etwas, um den Ball dann von halblinks sehr überlegt und präzise auf die rechte Torseite zu ziehen und zu versenken. Da hatte der Torhüter keine Chance. Und Max avanciert zum Edeljoker!

Ab diesem Zeitpunkt wirkten die Auer zumindest teil- und zeitweise entmutigt, was aber auch unsere Mannschaft dazu bringt, sich wieder mal zu weit zurückfallen zu lassen und den Auern zu viel Raum zu geben. Aber das geschah nur partiell und – wie gesagt – konnten die Auer damit auch nicht viel anfangen.

Erst in den 70er Minuten arbeitet sich der SVW wieder Chancen, z.B. mit – naja, wem wohl – Torben Gartzen, der wieder von der linken Seite schnell nach vorne stürmt, der heute überall ist und viel für Aufbau und Abschluss tut, weit über den 2. Pfosten nach rechts zu Schneeweiss, der den Ball nicht hart genug erwischt, aber Volley aufs Tor schießt. Und wieder hält der Torwart, der sich über Arbeitsmangel heute nicht beklagen konnte. Eine Minute später ist es wieder Torben, diesmal über die Mitte nach links auf Kollmer, der es genauso wie bei seinem Treffer versucht;  der Torwart der Auer kann aber halten. Jetzt spielt nur noch der SVW mit noch einigen, aber nicht zwingenden Chancen.

Halten wir fest: Eine fehlerfreie Partie der gesamten Mannschaft, die einen attraktiven offensiveren Fußball spielt, der für die Zuschauer einiges bietet., Da freut man sich aufs nächste Spiel. Diesmal wieder daheim gegen einen neuen Gegner, Danubia Waldkraiburg, am Freitag, 13.9.19, um 19 Uhr bei uns an der Römerstr.

Aufstellung

Simon Rott, Sebastian Niesner, Michael Jackl, Andreas Schneeweiß (90. Matthias Brandner), Max Danzer, Alexander Schober, Max Kleeberger (89. Phillip Stachler), Torsten Voß, Fabian Martinus, Torben Gartzen, Marinus Jackl (46. Max Kollmer)

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