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6 Tore auf unsere Seite – 6 Torschützen

SVW – SV Pang 6:1 (4:1)

Beide Mannschaften wollten offensiv spielen, was sie von Beginn an auch durchzogen. Und dann gleich der Schock auf SVW-Seite: Nach einer schön getretenen Ecke der Panger von links wird der Ball in die Mitte gelenkt, wo Michael Brunnhuber genau richtig stand und aus kurzer Distanz zum 1:0 einschoss. Und wieder mal gingen die Befürchtungen los bei den SVW-Zuschauern: Gegen schwächere Mannschaften hatte man immer Probleme – und Pang als letzter mit bis Dato 3 heftigen Niederlagen gehört wohl zu den Schwächeren. Doch schon in der 12. Minute wurde schnell nach vorne gespielt – wie häufig an diesem Tag – und eine weite Flanke, von Andi Schneeweiß von rechts geschossen, landet auf dem Fuß von Marinus Jackl, der zentral einschießt. Damit war man wieder dran und machte auch genauso engagiert und konzentriert weiter. Das 1:0 war vergessen. Und 2 Minuten später konnte Dominik Schlosser auch aus zentraler Position den Ball versenken. Damit war das Spiel schon in der Anfangsphase gedreht. Unsere Mannschaft spielte schnell, sehr direkt über die Seiten und durch die Mitte (ohne lange Bälle) und riss damit die eh nicht so eng stehende Panger Abwehr immer wieder auseinander. Hatten sich die flexibleren Möglichkeiten, die die Spieler unter Stefan Mayr offensichtlich haben, in Prien noch nicht so ausgezahlt, so wurde es gegen Pang offensichtlich, dass Positionswechsel – bei Besetzen jeder Position - zu mehr Flexibilität beim SVW und zu mehr Verwirrung beim Gegner führt. Paradebeispiel hierfür die Wechsel von Kapitän Sebastian Niesner als Chef der Dreierkette mit Dominik Schlosser, der eigentlich eher im vorderen Mittelfeld agierte. Nebenbei sorgte dann der 6er Torsten Voß in erster Linie dafür, dass der Spielmacher des SV Pang, Sebastian Reisert, so gut wie komplett aus dem Spiel genommen wurde. Damit hatte Alexander Schober Zeit und Platz, sich quer über den Platz zu entfalten, was er auch tat und man an seinen Vorlagen den Erfolg ablesen konnte. Und der Rest unserer Mannschaft zeigte sich während des ganzen Spiels von seiner besten Seite.

Was man den Pangern aber zu Gute halten sollte, ist, dass sie nicht aufgaben, zumindest jetzt noch nicht, sondern mit Offensivfußball – soweit es unsere gut aufgestellte Abwehr zuließ – weitermachten, was allerdings dem Spiel unserer Jungs immer entgegenkommt. So gab es in der 16. auch eine Chance der Panger nach einem Einwurf, in der 20. eine von Luca Leupolz mit Pfosten, der dann in der 26. gleich noch einmal von Schober mit einem Pass gut bedient wurde, aber links danebenschoss. Dann machte es Alexander Schober eben selber mit einem schönen Volleyschuss von halbrechts am Torwart vorbei in der 33. und erhöhte auf 3:1.

Luca trifft dann auch das Tor (36.) – wieder mal nach einem schnellen Angriff – und erhöht auf 4:1.

Jetzt sah man bei den Pangern doch Enttäuschung und Verzweiflung, aber aufgeben taten sie nicht. Das war guter Sportsgeist. So hatten die Zuschauer auch weiterhin noch was von diesem abwechslungsreichen, aber zunehmend einseitigen Spiel, in dem sich der SVW den Gegner immer mehr zurechtlegte, allerdings ohne dass bis zur Halbzeit noch eine Ergebniserhöhung herausschaute.

In der zweiten Hälfte begannen die Panger mit aggressiverem Angriffsfußball. Ganz offensichtlich wollten sie das Blatt noch wenden – alle Achtung! Und der SVW reagierte, wie er schon immer reagiert hat. Er zieht sich zurück, zu weit, was schnell zu einer unangenehmen Überlegenheit des Gegners führt. Bei dem Spiel allerdings kaum. Nach wenigen Minuten war der Spuk und wohl auch die Kraft der Panger vorbei und In der 56. war es dann wieder mal soweit: Fabian Martinus schoss sein Tor von rechts anlaufend und dribbelnd am Torwart Pflaum vorbei bzw. halb über ihn drüber, in typisch leichtfüßiger Fabi-Manier. Dieser Gegner lag ihm ganz offensichtlich, wie sich auch schon an einigen Szenen vorher gezeigt hatte. Gut, dass Spiel war gelaufen und die Panger ließen sich jetzt auch immer tiefer in die eigene Hälfte drängen mit nur wenig Entlastung, z.B. in der 74., als Hoerauf mittig frei auf Simon Rott zulaufen konnte. Der verkürzt den Winkel aber sehr geschickt und Hoerauf setzt den Ball rechts neben das Tor. Und gleich darauf schießt Pang an die Querlatte, ohne dass der Ball die Linie überquert. Glück gehabt. Das war es dann aber endlich von Panger Seite. Und fast natürlich, dass der inzwischen eingewechselte Torben Gartzen auch noch sein Tor schoss (76.), nach wieder mal guter Vorarbeit von Alexander Schober.

Fazit: Für die Zuschauer ein abwechslungsreicher Abend, für die Panger eher weniger positiv, für die SVWler richtig schön. Und 6 (!) Torschützen zeigen zwar die Durchlässigkeit der Panger Abwehr, aber auch die Möglichkeiten, die unsere Spieler nach vorne haben. Den SV Pang bringt diese Niederlage in echte Nöte, denn 4 Niederlagen mit einem Torverhältnis von 6:18 sind sowohl psychisch als auch sportlich nur schwer zu verdauen. Hoffen wir, dass es ihnen trotzdem gelingt. Nach den hohen und teilweise unerwarteten Ergebnissen des Wochenendes (Emmering verliert) ist keine Mannschaft mehr verlustfrei und der SVW Zweiter hinter den Raublingern, die es diese Saison wohl endgültig mal besser machen wollen.

Für den SVW war das ein Sportfest, aber auch nicht mehr, denn der SV Pang ist nun mal kein echter Maßstab dieser Liga. Deshalb schauen wir, wie es nach dem Aufsteiger mit dem Absteiger funktioniert. Einfacher wird es auf jeden Fall nicht. Denn die Auer sind eine erfahrene Mannschaft. Man sieht sich am Samstag, 7.September um 13 Uhr in Au.

Aufstellung

Simon Rott, Sebastian Niesner, Michael Jackl, Andreas Schneeweiss ( 70. Maximilian Kleeberger), Maximilian Danzer, Alexander Schober (79. Dominik Georg), Dominik Schlosser, Torsten Voß, Luca Leupolz (64. Torben Gartzen), Fabian Martinus, Marinus Jackl

Ohne Einsatz: Sebastian Eder, Abdoul Diallo, Matthias Brandner

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