Drucken

Insgesamt zu harmlos

Tüßling-Teising – SVW 3:0 (0:0)

Zwei ziemlich unterschiedliche Halbzeiten und man konnte sehen, was das heißt: guter Spielaufbau und konsequenter Abschluss.

Denn in der ersten Halbzeit spielte fast nur der SVW, hatte etliche Chancen, wie z.B. Marinus Jackl in der 3. und in der 5. Oder auch Max Kollmer (10.). Sie waren aber nicht durchsetzungsfähig genug. Die Tüßlinger nahmen zwar irgendwie am Spiel teil, kamen auch mal gefährlicher in die Nähe von Simon Rotts Tor, schienen aber kein Interesse an echtem Angriffsfußball zu haben, warteten ab. Und wie sich in der 2. Halbzeit zeigte -zu Recht!

Die zweite Halbzeit gehörte dann auch den Tüßlingern – zumindest bis zum 3:0; dann reichte es ihnen schon wieder. Schon in der 46. stürmten sie los, von links an unserer Abwehr vorbei und es stand – noch nicht 1:0. Denn was sich die Tüßlinger an Fehlschüssen am Tor vorbei erlaubten (auch schon in der 1. Hälfte), war grandios. Zum Glück für uns. Doch dann war Schluss mit lustig. Schon 2 Minuten später (48.) stand es wirklich 1:0 durch Andreas Bernard, der sich direkt im Torraum nach schöner Flanke von links durchsetzte.

Beim zweiten Tor (60.) ging es für unsere Abwehr auch zu schnell, diesmal von rechts mit satter Flanke in die Mitte, wo beim Torschützen Nico Kastenhuber auch niemand stand. Und das 3:0 nur zwei Minuten später kam ebenfalls blitzartig, wieder von rechts, wieder in die Mitte auf die immer meist im Abseits stehende Nr.11, die dann an den rechten Pfosten abgibt, wo Peter Pichl weitgehend unbedrängt einschießen kann. Und das war es dann auch schon, denn unsere Chancen danach waren nicht zwingend, wie z.B. Marinus, der, zentral den Ball von Max Kollmer bekommend, aus 16m links am Tor vorbeizieht (52.) Oder Fabian Martinus, der zwar akrobatisch, aber dennoch erfolglos einen weiten Einwurf Danzers mit Kopfballverlängerung Kollmer nur rechts vorbeischießen kann.

Was bleibt als Erkenntnis: Ok, das nervt vielleicht, aber die immer wieder hohen geraden oder diagonal gespielten Bälle mit dem Zuruf „Spekulieren“ haben zwar was mit Börse zu tun, aber nicht mit sinnvollem Aufbau beim Fußball. Wozu hatte man diesmal ein Mittelfeld mit Kapitän und eher Achter spielend, nämlich Torsten Voß, der die Bälle schnell holte und schnell und meist sicher (gut, alles kann nicht gelingen) verteilte und meist vorbildliches Engagement zeigte. Es wurde aber vorne zu wenig daraus gemacht. Da spürte man, dass dort unsere „Youngster“ unterwegs waren, die sich bemühten, aber doch noch nicht abgezockt genug sind, gegen die meist sauber und konzentriert spielenden Tüßlinger zu bestehen. Und hinten fehlte, wenn auch in den letzten Spielen nicht fehlerlos (Entschuldigung für das Wortspiel) Sebastian Niesner, der die Abwehr laut dirigiert. Da war jetzt weitgehende Stille. Und dementsprechend häufig wurden sie auch von rechts und von links überlaufen in der zweiten Halbzeit mit den jetzt hochstehenden Tüßlingern. So bleibt die idiotische, aber trotzdem richtige Erkenntnis: Wer hinten zu viel zulässt, muss das vorne ausgleichen. Das hat bei uns lange gepasst, in den letzten Spielen nicht mehr so wirklich. Da merkt man, wie wichtig die „Alten“ noch sind. Hoffentlich bleiben sie uns in der Kreisliga noch ein bisschen erhalten.

Mal schauen, ob der SVW am letzten Spieltag (Samstag, 1. Juni, 15 Uhr) nochmal in voller Stärke motiviert einlaufen kann und uns daheim gegen Ostermünchen ein schönes Spiel bietet. Das hätte sich die Mannschaft nach der langen und häufig erfreulichen Saison verdient. Der 4. Platz ist auf jeden Fall sicher.

Aufstellung

Simon Rott, Maximilian Danzer, Hakan Cukadar (70. Vlado Kurtovic), Phillip Stachler, Michael Jackl, Alexander Schober, Dominik Georg (51. Fabian Martinus), Torsten Voß, Luca Leupolz, Marinus Jackl, Maximilian Kollmer (82.Marco Luberto)

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok