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Und noch ein Unentschieden

SVW – Raubling 3:3 (2:2)

Erst ein unglückliches 2:2 gegen den Sportbund, dann ein nicht minder bescheidenes 1:1 gegen Kolbermoor und jetzt ein 3:3. Doch diesmal war es richtiges Glück in letzter Sekunde in Form des sehr zuverlässig spielenden Marinus Jackl, der schon das 1:0 souverän geschossen hatte und nun das 3:3 sicherte. Verdient war das Unentschieden schon, obwohl man sich nicht hätte beschweren dürfen, wenn es anders ausgegangen wäre, obwohl es mit dem schnellen Führungstreffer gut losging. Hier spielte aber das Glück schon ein bisschen mit, denn die Raublinger Nr. 5, Raphael Pszolla, rutschte unglücklich weg, sodass Rini ohne Probleme auf den Torwart zulaufen konnte und sehr souverän und durchaus überraschend den Ball im kurzen Eck versenkte. Viel Platz war da nicht.

Dann gab es zwei schnelle Angriffe von Laurent Becherer, einmal von rechts (5.) mit Flanke auf Rini, die leider nicht ankommt, und dann von links (9.), aber auch, ohne das Ziel zu erreichen.

Doch die Raublinger reagieren – wie dann häufiger – mit einem schnellen Konter durch die Mitte, der erst durch Torsten Voß im Strafraum in letzter Not gestoppt werden konnte. Spätestens hier konnte man erkennen, das Raubling gewillt war, richtig mitzuspielen.

Aber in der 11. war erstmal Laurent mit einem satten Schuss aus 30m dran, der aber abgewehrt wurde. Und schon zwei Minuten später schlug es bei den Raublingern wieder ein, nachdem der SVW von rechts eine präzise Flanke in den Strafraum setzte. Präzise vor allem für die Nr.5, der wir ja schon das erste Tor mitverdankten. Diesmal machte Raphael Pszolla gleich alles selbst und versenkte zu einem „gelungenen“ Eigentor. Etwas Mitleid konnte man jetzt schon empfinden. Das war aber überflüssig, denn ab diesem Zeitpunkt hörte der SVW zumindest das zielstrebige Spielen auf und so musste Voß wieder mal ran (23.), um der Nr.11 der Raublinger 7m vor dem Tor den Ball noch rechtzeitig wegzuspitzeln. Zu diesem Zeitpunkt kann man auch den SVW-Trainer Melnik zitieren: „Wir haben kein Mittelfeld mehr, wir schauen nur noch zu!“ Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, denn so war es ab jetzt über weite Strecken des gesamten Spiels. Bälle wurden hinten nicht mehr abgeholt, wurden nicht richtig verteilt und nicht ordentlich nach vorne gebracht. Daran änderte auch die Großumstellung zu Beginn der 2. Hälfte nichts (Krauß, Danzer, Schober für Kollmer, Brandner und Cukadar). Doch soweit sind wir noch nicht. Erstmal hatte der sehr umtriebige, aber nicht glücklich spielende Becherer das 3:0 auf dem Fuß, das er nach gelungenem Dribbling leider gegen den gut postierten Raublinger Torwart vergab. Fast konsequenterweise folgte auf der anderen Seite nach Gewusel und inkonsequenter Abwehr der 2:1 Anschlusstreffer durch die Nr.14, Lukas Schöffel. Danach lief auf beiden Seiten nicht viel. In der 31. wurde Hakan ohne Konsequenzen für die Raublinger unangenehm gecheckt, in der 40. zeigte Simon Rott eine gute Reaktion und in der 43. fiel logischerweise der 2:2-Ausgleich durch die Nr. 11, Sebastian Huber, denn … siehe Zitat Melnik.

Die zweite Halbzeit mit viel neuen SVWlern (siehe oben) zeigte erstmal nur die Raublinger vorne, die in der 51. wieder mal einen schnellen Angriff über links starteten, der wieder mal von Torsten geblockt wurde. 6 Minuten später hatte Voß dann das Nachsehen, als er gegen die Nr.15, Valentin Schoeffel, ausrutschte und das schöne Solo mit Torabschluss genauso wenig verhindern konnte wie unser Torwart Simon Rott.

In der 63. schießt Michael Jackl einen guten, aber zu harmlosen Freistoß zentral aus ca. 20m in die Arme des Raublinger Torwarts. Dann sind die Raublinger mit einer nicht klaren, aber symptomatischen Doppelchance dran (68./69.), die aber vorm SVW-Tor liegengelassen wird.

Und jetzt mit nachlassenden Kräften wird es besonders deutlich, was einigen SVWlern fehlt: Der Wille, sich einzusetzen, auch wenn es langsam wehtut. Stürmer gehen nicht richtig mit nach hinten, helfen nicht, weder in der Verteidigung noch im Aufbau, stehen immer wieder im Niemandsland. Das ist ein Problem: Wenn einem keine Torvorlagen angeboten werden, muss man auch unliebsame Arbeit übernehmen. Das mag nicht jeder.

Bleiben noch zwei Szenen. Danzer, der beim Spielaufbau in der eigenen Hälfte den Ball verliert und dann doch der Retter auf der Linie ist, als Raubling einen schnellen Angriff startet.

Und dann natürlich noch der glückliche, aber letztendlich verdiente Ausgleich durch den überall und aufopferungsvoll spielenden Marinus Jackl, der den Ball nach einem Freistoß zentral bekommt und leicht verrutscht mit dem Schlusspfiff ins rechts Toreck schießt.

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