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Ein Arbeitssieg mit 5:3 (1:1) in Oberbergkirchen

Und mal wieder ein (fast lupenreiner) Hattrick von Michael Baba Krauß

Es ist schon merkwürdig: Starke Gegner machen uns stark, schwache eher schwächer. Doch so merkwürdig ist das nicht, eher logisch. Denn es liegt wohl an der Spielweise der Gegner. Emmering hat mitgespielt und wir finden unsere Räume, die zu unserem Passspiel gut passen, Oberbergkirchen hat abgewartet (und ab dem 1:1 ganz dicht gemacht) und auf Konter gesetzt und lange Bälle, aber wenig Fußball gespielt. Da sind die Räume eng und unsere Zuspiele und Pässe werden ungenauer. Doch – und das sieht man immer wieder – unsere Jungs werden dann noch wach, kämpfen rackern, arbeiten und zeigen spannenden Fußball und schießen dann die notwendigen Tore. So auch dieses Mal in Oberbergkirchen.

Schon in der 1. und 3. Minute setzten Marinus Jackl und Michael Krauß ein Ausrufezeichen nach Vorarbeit von Alexander Schober und Jackl selber: Aber leider weit am Tor vorbei.

Dann war erstmal Schluss mit den SVW-Ideen, denn die Oberbergkirchener versteckten sich nicht und kamen besser ins Spiel, sodass schon in der 5. Minute unsere Abwehr sehr unter Druck geriet. Der Schuss ging aber neben das Tor. Hier merkte man, dass unsere Spieler nicht so ganz wach waren. In der 9. Minute wiederholten die Hausherren den Spielzug noch einmal und wieder war es nur dem Unvermögen des gegnerischen Stürmers zu verdanken, dass der SVW nicht in Rückstand geriet. Denn dieser Überraschungsangriff nach einem SVW-Fehler in der gegnerischen Hälfte ging links neben das Tor. Und wieder ein schneller, aber einfacher Angriff setzte die SVW-Abwehr ein drittes Mal außer Gefecht: Doch diesmal gelang Oberbergkirchen das 1:0 durch Markus Nicklbauer aus abseitsverdächtiger Position (11.).

Die Hausherren zogen sich danach in ihr „Häuschen“ zurück und warteten auf Gelegenheiten. Unsere Jungs mussten sich erstmal sortieren. Allerdings ging das ungenaue, eher kunstvolle, aber wirkungsarme Pass- und Zuspiel weiter. Da kam dann ein weiter Pass von Torben Gatzen aus dem Mittelfeld heraus nach links auf Marinus Jackl ziemlich überraschend, aber auch zur rechten Zeit: Jackl fackelte nicht lange und schoss am herausstürmenden Torwart souverän zum 1:1-Ausgleich ein (27. Min.).

Ab diesem Zeitpunkt spielte bis zum Ende der Partie eigentlich nur der SVW. Trotzdem kassierte man noch zwei Gegentreffer. Doch weiter der Reihe nach: Direkt nach dem Ausgleichstreffer kamen die Oberbergkirchener noch einmal gefährlich vors Tor. Dann lief bis zur Halbzeit auf beiden Seiten nichts mehr. „Nur“ ein übles Foul an Dominik Georg (33. Min.) zeigte, warum Oberbergkirchen in der Fairness-Tabelle so weit hinten steht.

Nach der Pause ging es nach einem kurzen Offensivdrang der Hausherren weiter wie bisher: Der SVW spielte und hatte sehr viel Ballbesitz, Oberbergkirchen lauerte. Doch schon in der 57. Min. begann Baba an seinem Hattrick zu arbeiten: Aus abseitsverdächtiger Position schob er den Ball aus einem Torraumgewurstel heraus ins Tor. In der 60. setzte Georg den Ball nach einem schönen Zuspiel von Baba ohne Not zentral weit übers Tor. Kurz darauf konnte der bis dahin eher unglücklich spielende Luca Leupolz (Georg und er standen sich häufiger im Weg) auch zu seinem Tor zum 3:1 kommen (63.). Da sah man es mal wieder: Irgendwann ist dann jeder von uns da und macht sein Ding.

Der 3:2-Anschlusstreffer (67.) zeigte eine unentschlossene SVW-Abwehr und war ziemlich überflüssig. Doch danach wachten unsere Jungs endgültig auf: Sie behielten die Oberhand und konnten mit einem Wahnsinnspass von Max Willi Danzer von links aus der eigenen Hälfte, der den 40m entfernt stehenden Baba fast genau erreichte. Krauß musste sich „nur“ gefühlte 3-4 m in die Luft schrauben, um diesen Ball akrobatisch und souverän „einzufliegen“ (80.) Zuvor hatte er schon nach einem schönen Freistoß von Fabian Martinus mit einem sehenswerten Fallrückzieher das Tor … nicht getroffen. Überhaupt hatte es Baba an diesem Tag mit Kunstschüssen, Kunstpässen, Kunstzuspielen, die in der 1. Halbzeit so gut wie alle nichts brachten. Doch wer dann noch zwei Tor schießt, der …. Halt: einen Kunstkopfball haben wir noch vergessen. Luca setzt sich auf der rechten Seite energisch durch, flankt auf den 2. Pfosten und Baba – wer sonst an diesem Tag in dieser Halbzeit – kommt halbhoch angeflogen und köpft zum 5:2 ein (85.).

Dass Oberbergkirchen dann unnötigerweise noch auf 5:3 verkürzt (90. + 1) wird der Vollständigkeit halber erwähnt, genauso wie der von Fabian Martinus viel zu leicht verschossene Elfmeter.

Insgesamt ein - trotz der vielen Tore – mühsamer Arbeitssieg, von denen es in nächster Zeit wohl mehr geben wird, da sich unsere Torgefahr herumgesprochen hat und keine Mannschaft ins offene Messer bzw. in viele Gegentore hineinlaufen möchte, wenn selbst gegen entschieden abwehrende und nicht immer faire Oberbergkirchener 5 Tore gelingen.

Freuen wir uns auf nächsten Freitag (12.4.19, 19 Uhr, daheim) gegen den Sportbund. Auch hier ist noch eine Rechnung offen. Denn das 1:1 der Hinrunde sollte unsere Mannschaft so nicht stehen lassen.

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