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Den Tabellenführer erfolgreich gestoppt

SV Westerndorf – ASV Großholzhausen 2:3 (1:0)

Der ASV Großholzhausen begann aus einer kompakten Abwehr heraus ziemlich offensiv, während sich der SV Westerndorf eher abwartend zeigte. So lieferte Großholzhausen schon in der 5. Minute einen satten 30m-Schuss ab, der sich gefährlich an die Latte des SVW-Tors senkte. Kurze Zeit später (11.) bot ein Zuspiel von Michael Krauß auf Torsten Voß die erste SVW-Chance. Die Bogenlampe ging aber übers Tor. 6 Minuten später war der Großholzhausener Anfangsansturm vorbei und Krauß hatte eine gute Chance aus 7m, die der Großholzhausener Torwart Georg Moller aber sicher hielt. In der 19. Minute konnte Max Danzer mit einem schönen Torschuss glänzen und 7 Minuten später hatte Abwehrchef Sebastian Niesner eine gute Torchance, nach einer Ecke in den Rückraum auf Danzer, der in den Strafraum spielt. Der Schuss ging allerdings links daneben. In der 27. sah man Großholzhausen wieder mal gefährlich nach einer weiten Flanke von rechts auf links, die Simon Rott vom SVW aber sicher hält. Kurz drauf zeigte Marinus Jackl auf der linken Seite, wie man im Angriff um einen Ball kämpft, ihn behauptet und dann noch auf einen Mitspieler (Danzer) bringt, der „Baba“ Krauß im Zentrum einsetzt. Leider wieder daneben. Dann verflacht das Spiel zu einem unentschiedenen Mittelfeldgeplänkel. Beide Mannschaften warten auf die letzten Minuten der 1. Halbzeit, die dann aber souverän vom SVW genutzt werden. Ein schneller Angriff von Torsten Voß auf Marinus Jackl, der Baba Krauß den Ball optimal zum 1:0 zuspielt (44.).

Diese 1. Halbzeit ging an den SVW, der aber aus seinen Chancen zu wenig machte und über zu viele Minuten hinweg wieder in den alten Fehler verfiel: Steht eine Abwehr sehr kompakt, versuchen es Abwehr und defensives Mittelfeld mit langen hohen Bällen, die aber zu 90% nicht sinnvoll verwertet werden können. Als Tabellenführer, der genug spielstarke Leute im Kader hat, hätte man hier mehr herausholen müssen.

Das rächt sich dann auch in der 2. Halbzeit, die weitgehend an die Großholzhausener geht. Sie kommen wieder aggressiver aus der Kabine und geben diesen Vorteil auch nie richtig ab, obwohl sich immer wieder Chancen für den SVW ergeben. So beginnt Großholzhausen in der 49. Minute mit mehreren Großchancen, u.a. durch Schüsse von Florian Lippert, die Simon Rott reaktionsschnell abwehren kann. In der 55. trifft der Großholzhausenener Alois Dostthaler dann das Tor von rechts zum 1:1 Ausgleich. Und in der 60. gibt es einen gelungenen Freistoß aus 35m, den Rott mal wieder pariert; in der 65. schießt Großholzhausen aus 20m aus halblinker Position rechts neben das Tor und in der 68. bringt wieder Dostthaler von rechts einen Ball, den Rott noch übers Tor lenken kann.

Eine Minute später ist es dann aber soweit: Nach einer Ecke steht es 2:1 für den Gast. Torschütze Jakob Seidel.

Die Antwort lässt dann nicht lang auf sich warten: Voß spielt von hinten auf Stachler, der mit einem sehr genauen, flachen 20m-Zuspiel Luca Leupolz in Szene setzt, der dann den 2:2-Ausgleichstreffer markiert. Hat man jetzt ein Aufbäumen der Heimmannschaft erwartet, wurde man ähnlich enttäuscht wie schon in der Woche zuvor gegen Töging. Großholzhausen blieb energischer, setzte nach und konnte nur wenige Minuten drauf (78.) durch die Kazim Gökce den 2:3-Endstand aus Sicht der Hausherren markieren.

Fazit: Großholzhausen hat letztendlich verdient gewonnen. Waren sie in der ersten Hälfte nach einem offensiven Beginn die eher verteidigende Mannschaft, so übernahmen sie in der zweiten Halbzeit das Kommando und nutzten ihre gar nicht so vielen Chancen konsequent aus, bei denen dann die SVW-Abwehr auch nicht glücklich aussah.

Insgesamt war es wieder ein ansprechendes Spiel, nicht so intensiv wie die letzten Spiele des SVW, aber man merkte beiden Mannschaften über weite Strecken an, dass sie den Sieg wollten. Den längeren Atem hatten dann die Großholzhausener.

Zu erwähnen bleibt noch die sehr souveräne Leistung des Unparteiischen, Michael Hofbauer, der mit nur zwei gelben Karte auskam, der konsequente Ansagen machte und der sehr viel lief und fast immer auf Höhe der Abseitslinie zu finden war, wenn es denn wichtig war.

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