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Und weiter geht’s mit den Siegen

SVW – TuS Bad Aibling 3:0 (1:0)

Sollten die Bad Aiblinger ein Konzept gegen den Führenden der Kreisliga 1 gehabt haben, so war es nach knapp 5 Minuten bestimmt dahin. Da schlug nämlich Michael „Baba“ Krauß gleich heftig zu und es stand 1:0 für die Hausherren. Nach einem von rechts schnell vorgetragenem Angriff konnte Max Kleeberger eine wunderschöne und präzise Flanke in den Strafraum leiten, wo Krauß wieder mal genau im richtigen Moment und vor der Aiblinger Verteidigung den Ball aus wenigen Metern ins Tor donnerte. Das war toll für den SVW, das war schlecht für die Gäste, aber leider war es noch schlechter für die Zuschauer, denen dann in der 1. Hälfte so gut wie nichts mehr geboten wurde. Die Aiblinger wollten und nahmen das Spiel in die Hand, konnten es aber nicht richtig, arbeiten zu hektisch und ungenau, der SVW schien gar nicht mehr nach vorne zu wollen, wohl auch bedingt durch ein zu defensiv ausgerichtetes Mittelfeld und Vorcheckingversuche der Aiblinger. Wenn etwas nach beim SVW vorne ging, dann über die Außen Kleeberger/Kollmer oder Danzer/Voß. Allerdings erreichten Sie Baba Krauß in der Mitte dann nur im komplett gedeckten Zustand. Schnelle direkte Bälle aus dem Mittelfeld direkt in die Spitze kamen da zu selten, was auch an der gut gestaffelten Abwehr der Aiblinger lag. So ging mit der Chance von Krauß, der von links kommend links neben das Tor schießt (23.), der ersten echten Chance der Aiblinger durch die Nr.9 (Marko Mikas), der von halbrechts anlaufend links am Tor vorbeizieht, einen satten Schuss von SVW-Kleeberger von halbrechts (42.)und der Chance von Michael Jackl, der einen Freistoß von halblinks links neben das Tor setzt, die erste Hälfte zu Ende.

Die zweite Hälfte sollte ja munterer beginnen, was sie auch tat. Die Aiblinger mussten kommen, falls sie noch etwas ändern wollten und der SVW hat sich eh zur Mannschaft der 2. Hälfte entwickelt. Erst hier rufen sie ihr Potenzial richtig ab. Allerdings dauerte es eine Weile, auch wenn das Spiel offensiver und etwas schneller wurde, blieb bei Aibling die Unfähigkeit, sich gefährliche Chancen zu erarbeiten, und beim SVW blieb das Mittelfeld zu zögerlich. Das änderte sich schlagartig und positiv, als Torben Gartzen (56.) eingewechselt wurde. Jetzt gab es eine offensive Anspielstation im Mittelfeld, jetzt kamen intelligente Bälle nach vorne und die Aiblinger wurden massiver unter Druck gesetzt, auch wenn noch nichts Zählbares herauskam. Denn die Aiblinger hatten erstmal durch zwei Freistöße (61., 67.) die Möglichkeit auszugleichen. Doch damit war in der 70. Minute Schluss, als der Aiblinger Schlussmann, Maximilian Helldobler, ziemlich unmotiviert und unnötig nach links aus Tor und Strafraum sprintet, um den heranstürmenden Krauß zu bremsen, was auch gelang, allerdings nur mit einer Art Karate- oder Kungfu-Sprung an die Brust von Krauß. Die darauffolgende rote Karte kann man geben, doch bedeutete sie für die Aiblinger das Aus. Denn sie kamen nicht mehr in die Gänge. Jetzt konnte der SVW befreit weiterspielen, was sich im darauffolgenden Freistoß von rechts zeigte, als Hakan zentral stehend über das Tor köpft. Schon 4 Minuten später hätte Torsten Voß das Tor treffen können; er erwischte nur den rechten Pfosten. Doch gleich anschließend lief Michael Jackl von links an den Strafraum und schloss mit einem kräftigen Schuss ins Tor ab. Die wunderbare Vorlage kam von seinem Bruder Marinus, der auch in der 80. Minute den von seiner Schulterverletzung wieder genesende und eingewechselte Luca Leupolz sehr gut mit einer Flanke von links bediente und die Niederlage für die Aiblinger perfekt machte, da Leupolz den Ball ins Tor der Aiblinger zirkelt.

Zum Abschluss hatten die Aiblinger wieder nach einem Freistoß eine gute Chance. Der Kopfball wurde aber eher zu einer Abwehr, was die Misere gerade im Sturm der Aiblinger noch mal deutlich machte.

Bei aller Kleinkritik am SVW: Ein großes Lob an die Mannschaft, die einfach einen Lauf hat, jetzt sogar nach Punkten führt (Tüßling-Teising hat auch nur unentschieden beim Sportbund gespielt!) und diesmal sogar zu Null gespielt hat. Hier setzt sich jeder energisch ein – und Taktik gehört nun mal zum Fußball!

Und die 2. Hälfte hat die Zuschauer auch dieses Mal versöhnt.

Auf nach Edling, bei denen mit dem SVW immer interessante und unberechenbare Spiele herauskamen. Und Edling steht ganz unten. Die versuchen bestimmt alles, um da rauszukommen. Kopf hoch, Augen auf und viel Erfolg!

Aufstellung

Simon Rott, Maximilian Danzer, Maximilian Kleeberger, Maximilian Kollmer (56. Torben Gartzen), Michael Jackl, Sebastian Hiltl, Sebastian Niesner, Torsten Voß, Michael Krauß, Marinus Jackl (77. Luca Leupolz), Hakan Cukadar (83. Vlado Kurtovic)

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