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Gegen den Meister der Kreisliga 1 verloren

SV Westerndorf gegen TSV Bad Endorf 0:1

Machen wir es kurz: Es war ein sehr abwechslungsreiches und interessantes Spiel, trotz weniger echter Chancen und nur einem, eher unglücklich gefallenen Tor – glücklich aus Endorfer Sicht.

Dass Endorf noch richtig spielen und kämpfen wollte, war klar. Und das Endergebnis gab ihnen recht. Sie sind Meister!

Aber der SVW machte es ihnen trotz nicht mehr vorhandener Aufstiegschancen überhaupt nicht leicht, ganz im Gegenteil. Man spielte und kämpfte, als ob es ebenfalls noch um etwas ging. Ging es ja auch, den Sieg gegen Endorf. Der dann leider – und sind wir ehrlich – gerechterweise auch nicht zustande kam, da in weiten Teilen des Spiels die Endorfer die Initiative übernahmen und vor allem in der 1. Halbzeit den SVW mächtig bedrängten, was vor allem über die schnellen und guten Außen aufgebaut wurde. Damit waren sie immer gefährlich, waren häufiger im Strafraum des SVW zu finden, konnten sich aber selten richtig überzeugend in Szene setzen. Das war vor allem der Westerndorfer Abwehr geschuldet, die einen ihrer besten Auftritte in dieser Saison hatte. Zudem konnte im Mittelfeld neben Michael Jackl Benedikt Gaide mal so richtig unter Beweis stellen, zu was er in der Lage ist. Er lief und rackerte und störte den Endorfer Aufbau immer wieder erfolgreich, um selber dann noch offensive Impulse zu geben.

Dass das dann im Sturm nicht so richtig ankam und der beste Sturm der Liga torlos blieb, lag auch an der besten Abwehr dieser Spielklasse. Es war schier unmöglich, ein Loch bei den Endorfern zu finden. Und die einzig echte Chance wurde dann von Laurent Becherer nach Zuspiel Gaide und Krauß gefunden (34.), aber der Schuss direkt auf den Endorfer Torwart in aussichtsreichster Position war dann die schlechtere Lösung. Der erste gute Angriff der Westerndorfer erfolgte erst in der 25. Minute, nachdem die Endorfer den Ansturm etwas kontrollierter fortsetzten. In der 33. konnte der Endorfer Torwart einen Freistoß von „Willi“ Danzer halten. Schon in der 15. hatte es Danzer schon einmal versucht, traf aber voll in die Mauer.

Nach einem schnellen Angriff in der 4. Minute, der von Simon Rott, dem Westerndorfer Torwart, nur mit Mühe und Glück und schon außerhalb des Strafraums vereitelt werden konnte, gab es kaum zählbare Chancen der Endorfer, nur der permanente Druck aufs SVW-Tor machte sie sehr gefährlich.

In der 2. Hälfte ließen sich die SVW-ler nicht mehr ganz so in die Defensive drängen, Chancen gab es aber eigentlich nur nach Standardsituationen, wie z.B. beim Freistoß von Michael Jackl in der 50. Minute oder in der 83., als wieder Max Danzer aus 30m zentral direkt aufs Tor donnert, aber „nur“ den Außenpfosten trifft.

Das spielentscheidende 1:0 für Endorf entstand dann aus einer Abgabe vom SVW-Torwart, die beim Falschen landete und aus der zentralen Strafraumposition nach rechts zu Michael Pfeilstetter (45) kam, der den Ball unter dem noch heranstürmenden Kapitän Sebastian Niesner, der seine Abwehr und die ganze Mannschaft hervorragend unter Kontrolle hatte, durchschob (68.). Blöd gelaufen – für den SV Westerndorf; Glück gehabt – für die Endorfer.

Danach beschränkten sich die Endorfer auf einige Entlastungsangriffe, die meist nicht mehr tororientiert waren, sondern sich auf Querpassspiel und ziellos wirkendes Hin- und Hergeschiebe beschränkten. Zwei gute Chancen machte der souveräne Torwart der Westerndorfer Simon Rott zunichte.

Die Abwehr des TSV Bad Endorf stand aber sicher und die Westerndorfer fanden einfach kein Mittel, diesen Block zu überspielen. Spätestens der letzte Ball blieb aus oder hängen.

Was bleibt: Ein Endorfer Meister, der sich noch lange in Westerndorf feierte, zufriedene Zuschauer, auch auf Westerndorfer Seite, denn bei solch einer Hitze so ein engagiertes und schnelles Spiel hinzulegen, ist nicht selbstverständlich.

Deshalb sagt der Berichterstatter stellvertretend für die vielen Zuschauer in Westerndorf ein herzliches Dankeschön an die Spieler und den Trainer Burli Melnik, denn es war eine abwechslungsreiche und gelungene Saison. Da kann man in der nächsten Runde ab Anfang August bestimmt sinnvoll anknüpfen. Wir, die Zuschauer, freuen uns auf jeden Fall!

Ach so! Und ganz zum Schluss herzliche Gratulation an Michael „Baba“ Krauß, nicht nur zur Geburt des zweiten Kindes, sondern zur gedachten Torjägerkanone, denn neben Frederik Schramme hat er mit 19 Toren am häufigsten getroffen – und das trotz wochenlanger Verletzung! Hut ab!

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