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Gerechte, aber trotzdem unglückliche Niederlage

TSV Peterskirchen gegen SVW 2:1 (1:0)

Die erste Frage vieler angereister Gäste war: Wo ist dieses Peterskirchen – und nachdem man es geschafft hatte, den Platz zu finden: Warum stürmt es hier wie an der Nordseeküste??

Und diesen Peterskirchener Wind bekamen unsere Jungs dann auch zu spüren.

Zudem war die Ausgangslage für den SVW ausgesprochen ungünstig. Eigentlich fehlte der komplette Sturm (Gartzen, Krauß, Becherer, Martinus), was sich auch in der 1. Halbzeit besonders deutlich machte, denn Luca Leupolz rackerte und ackerte als Stürmer weitgehend auf verlorenem Posten. Nur in der 22. Hatte er eine Fastchance nach einer gelungenen Kombination des SVW durchs Mittelfeld. Da hatte Torsten Voß in der zweiten Halbzeit etwas mehr Glück, hatte einige Chancen, wie z.B. nach einem Freistoß durch Danzer von links, aber ein Tor sollte es nicht werden. Schon in der 1. Hälfte (23.) hatte Voß einen schönen Torschuss aus 18 m von halblinks angesetzt, der knapp übers Tor ging. Auch der dann in der 2. Hälfte eingesetzte Marinus Jackl brachte hier nicht die häufig schon von ihm gesehene Gefährlichkeit. Eine richtige Chance nach einer Ecke – klar von wem sonst – von Danzer konnte er nicht verwerten. Auch das folgende Zuspiel von rechts durch Voß konnte von Pippo nicht verwertet werden.

Somit gab es in der 1. Hälfte kaum Chancen für unsere Jungs, obwohl es von beiden Seiten ein munteres Spiel war, dem man noch gern zuschaute. Doch konnte Peterskirchen in dieser Halbzeit besser überzeugen. Wie im ganzen Spiel schalteten sie sehr schnell in den Angriff um, kamen über die außen oder halbaußen-Position sehr schnell nach vorne, dribbelten meist gekonnt häufig mehrere unsere Spieler aus, und waren schnell gefährlich am 16er, wo der Ball fast immer einen der Ihrigen erreichte. Doch dann war Gottseidank meistens Schluss bzw. wurden die Chancen gnadenlos „versemmelt“, denn sonst hätte es für unsere Mannschaft richtig übel ausgehen können, denn chancentechnisch lagen die Peterskirchener eindeutig vorn (18., 28., 37., 38.).

Auch in der 2. Halbzeit, die eigentlich von unserem Team weitgehend beherrscht wurde, eben aber nur weitgehend. Peterskirchen kam gefährlich in der 57., 59., 61., 62. Dadurch, dass wir immer weiter aufrückten, zum Schluss sogar auf eine Dreierkette umstellten, waren hinten bei den immer noch schnellen Angriffen etliche Türen offen. Aber das musste sein, hatten wir doch in der 30.Minute ein Eigentor zum 1:0 kassiert, dass Max Danzer zwar „geschossen“ hatte, aber nach einer Hereingabe von links, die Simon Rott nah am Pfosten retten konnte, und einer gleich darauf erfolgenden nochmaligen Hereingabe Richtung rechter Pfosten, die Rott sicher abwehrte – gegen den vollkommen richtig, aber leider im Weg stehenden Danzer. Dieses Eigentor hätte jeder schießen müssen, der in dieser Gegend unterwegs war. Das war dann allerdings der Auftakt zu einem sehr, sehr engagierten Spiel von Danzer, das vorher schon gut gewesen war. Jetzt war er immer im Einsatz, auch verbal, baute die Mannschaft auf, trieb sie an. Er wollte sein „Missgeschick“ wett machen, verständlich aber … siehe oben.

So kam man dann zu Chancen wie in der 50., als Pippo nach Zuspiel Danzer vergab und Danzer selbst mit einem Gewaltschuss knapp übers Tor donnerte. So kam das 2:0 für Peterskirchen in der 84. in einer Phase, wo man eigentlich glaubte, am Zug zu sein. Es war aber auch ein „Eiertor“, eigentlich typisch für die Möglichkeiten der Peterskirchener Richtung Tor. Aber es reichte. Der Ball kollerte mit letzter Kraft ins Tor, nachdem Rott geschlagen war.

Den berechtigten Elfmeter nach einem Foul an Brandtner (87.) versenkte – jetzt müssen wir nicht mal mehr raten – Willi Danzer mit aller Kraft und Präzision. So schießt man Elfer! Der furiose Schlussspurt unserer Mannschaft brachte eigentlich nur noch heftige Chancen für den TSV Peterskirchen.

Schade! Eigentlich war es ein munteres Spiel, aber wir haben nun mal 4 „Goalgetter“ und wenn die alle nicht da sind, spielen wir zwar häufig ansehnlich, aber das mit dem Tore schießen wird richtig schwierig. Zudem hat man die erste Halbzeit wohl zu sehr abgewartet. Mit drei Sechsern gegen eine Mannschaft, der das Mittelfeld weitgehend egal ist, erklärt sich dem interessierten Laien nicht so richtig. Aber nächste Woche ist die nächste Chance: Es geht gegen Raubling, Samstag, 12.5., 14 Uhr, im Inntalstadion.