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Wie erwartet!

Grünthal – SVW 1:1 (1:0)

Ja, so war es! Wie erwartet! Grünthal liegt uns einfach nicht. Aber welche Mannschaft kommt mit diesem eher destruktiven, hart an den Mann gehenden Spiel wohl klar? Unsere Jungs jedenfalls nicht so gut. Und das blieb so bis zum 1:1 Ausgleich in der 62. Minute durch Fabian Martinus, der symptomatisch für die ganze Mannschaft stand. Erst produziert er ein „Frust“-Foul, weil er den Ball in der eigenen Hälfte verliert und mit einer gelben Karte richtig glücklich davonkommt, dann haut er in der 43. einen satten Schuss aus gut 20 Meter zentral an die Latte, schießt dann den einzigen SVW-Treffer (siehe oben) und wird in der 75. Minute vom Kapitän der Grünthaler sehr rücksichtslos von den Beinen geholt, was die vollkommen gerechtfertigte gelb-rote Karte zur Folge hatte, hatte Christoph Schmidt doch fünf Minuten vorher Eren Yergezen hart blockiert. Doch das war eigentlich eine glattrote Karte und ein Kapitän einer Mannschaft sollte ein Vorbild sein. Damit war Grünthal nur noch mit 10 Mann unterwegs, nicht mehr ganz fit und ganz auf Ball- und Torsicherung ausgelegt, was ihnen - leider - auch gelang. Denn ab dem Ausgleichstreffer spielte eigentlich nur noch der SVW, hatte gute Chancen wie den Freistoß von Fabian Martinus in der 67., der aus gut 22m direkt und scharf aufs Tor geschossen, aber vom Grünthaler Torwart sicher gehalten wurde. Zum Schluss gab es noch einmal eine sehr gut herausgespielte Chance von Benedikt Gaide und Torben Gartzen, die aber abgepfiffen wurde. Zwei Handspiele, die vom Schiedsrichter nicht geahndet wurden, kann man dann als Pech verbuchen.

Die erste Hälfte sah da anders aus. Letztendlich hatten zwar die Grünthaler leicht die Nase vorn, doch wirkten auch sie – zumindest im Angriff – nicht überzeugend. Ein paar Kleinchancen, eine Superchance in der 34. von halbrechts, die am linken Pfosten vorbeizieht, und das 1:0 in der 35. Minute, nach einer katastrophalen Abwehrleistung des SVW. Das war es schon. Die wenig vorhandenen Chancen unserer Mannschaft zeigten zwar eine leichte Verbesserung gegenüber dem Großholzhausenspiel, aber waren nicht zwingend, denn sie waren eher dem Zufall geschuldet. Man bekam das Mittelfeld nicht unter Kontrolle, man kam nicht richtig in die Zweikämpfe und vorne war zu wenig Druck. Diese „Abschnürungstechnik“ der Grünthaler funktionierte richtig gut. Und zu guter Letzt spielte man wieder zu wenig miteinander, gab zu spät und dann unglücklich und sehr ungenau ab – und versuchte es wieder mit langen und sehr langen Bällen. Wer soll damit etwas anfangen. Die erste gelungene und konsequent durchgeführte und wunderbar anzuschauende Kombination über links führte dann auch konsequenterweise zum 1:1-Ausgleichstreffer. Bitte mehr von diesen Spielzügen.

Das muss reichen zu einem Spiel, das aus unserer Sicht so richtig erst mit dem Ausgleichstreffer begann. Aber das wurde wohl schon mal erwähnt.

Was eigentlich sehr Positives zum Schluss. Man hat das Gefühl, dass in der ersten Halbzeit zu sehr abgewartet wird, warum bleibt unklar. Erst in der zweiten Hälfte (diesmal sehr spät) gibt unsere Mannschaft so richtig Gas, spielt freier, sicherer und überzeugender. Vielleicht sollte man als „Spitzenteam“ auch von Beginn an mal deutlicher zeigen, wer man eigentlich ist. Die Zuschauer und bestimmt auch die Spieler würde es freuen. Vom Trainer ganz zu schweigen.

Nächste Woche geht es daheim gegen den Spitzenreiter TSV Prien (Freitag, 27.4.18, 19 Uhr). Den haben wir in der Hinrunde auswärts schon 2:0 besiegt. Man muss zwar keinen Druck aufbauen, aber da sollte doch etwas gehen!

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